Seit dem 15. Mai besetzen Menschen aus unterschiedlichsten Zusammenhängen die Stadtzentren in über 60 Städten Spaniens. Was als spontanes Experiment einiger Aktivist_innen begann, entwickelte sich innerhalb weniger Tage zur Massenbewegung. Was sind die Hintergründe der Proteste? Wie organisieren sich die Menschen, warum gerade jetzt und welche Perspektiven hat die Bewegung? Ein Bochumer zu Gast in den Camps in Barcelona und Madrid versucht, einen Überblick über die Proteste aufzuzeigen und Impressionen aus der #spanishrevolution zu vermitteln.

 

 

Die Verbreiterung und Vernetzung setzt stark auf soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter (#spanishrevolution, #globalcamp, #takethesquare, #yeswecamp, #nonosvamos, #tomalaplaza, #acampadabcn, #acampadasol). Von den größeren Camps gibt es Livestreams (Madrid / II, Barcelona). Eine Karte der Camps findet sich hier.


Die landesweiten Proteste begannen am 15. Mai 2011 mit einem Aufruf in 58 spanischen Städten. Sie erhielten Mitte Mai Unterstützung von über 200 Verbänden,[5] Ende Mai wuchs die Zahl auf etwa 500 Initiativen an. [6] Ab dem 18. Mai wurden unter dem Motto „Democracia real ya!“ mehrere Massendemonstrationen abgehalten und landesweite Protestcamps errichtet.[7] Die „Bewegung 15. Mai“ manifestierte sich gegen Ende Mai zudem als ernstzunehmende politische Kraft. Eigene Strukturen außerhalb des Internets, wo die Kampagne ihren Ursprung nahm, wurden bereits aufgebaut [8]

Am 27. Mai ging die Polizei bei der versuchten Räumung der Plaça de Catalunya in Barcelona erstmals gewaltsam mit Schlagstöcken und Gummigeschossen gegen Demonstranten vor, was offiziell damit begründet wurde, der Platz solle für Reinigungskräfte frei gemacht werden. Es gab mehr als 120 Verletzte
Die Demonstranten fordern einen Wandel in der spanischen Politik und Gesellschaft. Sie fühlen sich von den politischen Parteien nicht repräsentiert und kritisieren, dass diese keine Maßnahmen zum Nutzen der jungen Generation ergreifen. Die Proteste stehen im Zusammenhang mit den Regionalwahlen vom 22. Mai. Die Presse bringt sie in Zusammenhang mit der Finanzkrise, dem Buch Empört Euch! von Stéphane Hessel[10], den Problemen der jungen Generation (Generación ni-ni) und dem Beispiel der Revolutionen und Proteste in der arabischen Welt, in Griechenland und Island im Jahr 2008

http://de.wikipedia.org/wiki/Proteste_in_Spanien_vom_Mai_2011

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