Codename: Linux (Originaltitel The Code) ist ein 2001 realisierter, 52-minütiger Dokumentarfilm über die Geschichte von GNU/Linux, Freier Software und der Open-Source-Bewegung. Bei dieser finnisch-französischen Produktion führte Hanno Puttonen Regie.

Die Dokumentation zeigt unter anderem Interviews mit Linus Torvalds, Richard M. Stallman, Eric S. Raymond, Alan Cox, Miguel de Icaza, Theodore Ts’o, David S. Miller, Ari Lemmke und vielen anderen mehr. Des Weiteren enthält die Dokumentation einen chronologischen Verlauf der Entwicklung von Unix und Linux. Mit dabei ist der Free Software Song (mit Übersetzung als Untertitel), welcher unter der GNU Free Documentation License veröffentlicht wurde.

Im deutschen Fernsehen lief die Dokumentation auf ARTE. Auf DVD ist der Film nur in englischer Sprache (also auch ohne deutschen Untertitel) erhältlich, dafür mit Bonusmaterial, unter anderem einige Musikstücke welche in der Dokumentation selbst nur ausschnittsweise zu hören sind.

Quellenangabe

 

 

Was versteckt sich hinter „Linux“, dem berühmten offenen Betriebssystem?
Linux ist ein von Anwendern gemeinsam entwickeltes offenes System, d. h. der Quellcode des Programms ist über das Internet jedermann frei zugänglich. Durch die kollektive Arbeit einer großen Programmierergemeinde können so bessere technische Lösungen entwickelt werden als bei den kommerziellen Produkten aus einer „geschlossenen“, proprietären Systemwelt, deren Hersteller ihre Programmcodes nicht preisgeben. Darüber hinaus kann sich jeder Anwender Linux kostenlos aus dem Internet herunterladen.

Die Dokumentation stellt den Finnen Linus Torvalds vor, auf dessen Entwicklung Linux hauptsächlich zurückgeht. Ein Mann mit einer interessanten Geschichte, der beschloss, den üblichen Lauf der Dinge zu ändern: Anstatt seine Erfindung für sich zu behalten, entschied er sich dafür, sie der ganzen Welt zur freien Nutzung zur Verfügung zu stellen. Seine eigenen Grenzen erkennend, zog er es vor, sich auf diese Weise in eine Kollektivbewegung einzureihen.
Heute ist Torvalds ein reicher Mann. Er lebt mit seiner Familie in Santa Clara, im kalifornischen Silicon Valley. Seine gesamte Zeit widmet er der Entwicklung neuer Linux-Versionen, denn es gibt immer wieder Möglichkeiten, das System noch zu verbessern. Für Programmierer in der ganzen Welt ist er heute der Superstar, die Symbolfigur für freie Software. Aber wie wird man reich mit freier Software?
Der Film präsentiert die verkannten kreativen Genies unserer Zeit: Software-Programmierer. Computerspezialisten, die am Programm von Linux mitarbeiten, erklären, was sie zur Teilnahme an diesem Projekt bewegt hat. Wie kam es dazu, dass sie ihre Arbeit der Linux-Gemeinde kostenlos zur Verfügung stellen? Wie kommen sie dabei auf ihre Kosten? Was sind ihre Motive?
Auch Programmierer aus Asien arbeiten mit an diesem Projekt. Chinesische Computerfachleute betonen, wie wichtig kostenlose Software – wie etwa Linux – für sie als Mittel zur Wissensvermittlung in Ländern der Dritten Welt ist, in denen weder der Staat noch die Bevölkerung das Geld hat, Microsoft-Produkte zu kaufen.
„Gaststar“ der Dokumentation ist der Computer-Guru Richard Stallman. Der Vorkämpfer für freie Software und Vordenker der „Open Source“-Bewegung ist ein scharfer Argumentierer und gleichzeitig ein begnadeter Programmierer.
Ein Film also über die Linux-Saga, eine der größten Erfolgsstories des digitalen Zeitalters – und vielleicht sogar die schönste.

Downloadseiten:

http://propaganda.2flub.org/video/Codename-GNU-Linux/

http://www.archive.org/details/codename_gnu_linux

 

http://vimeo.com/7051615/download?t=1359047758&v=29375260&s=e76d00faaaa01128c289b8b5efab971e

http://vimeo.com/7051615/download?t=1359047758&v=10810097&s=6150fb6ca2bc55f5683ddd6eafe2b85e