bombeAb Dienstag sucht der Kampfmittelräumdienst am Alten Weg in Vorst nach einem Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg. Bombenfunde sind leider keine Seltenheit, aber eine solche Sache und ihre Folgen einmal am eigenen Leib mitzuerleben, das hat schon was. Wir haben hier die glückliche oder auch nicht glückliche Situation, dass es sich bei dem Bombenverdacht um eine Aussage eines Zeitzeugen handelt, der sich,in Erinnerung an das was seiner Zeit in Viersen passiert ist, jetzt vielleicht an eine Bombe erinnert; nun ja, der zweite Weltkrieg ist erst ein paar Jahre her. Die Auswertungen der Luftbilder und die Untersuchungen haben dann doch ergeben, dass dort was liegen könnte, und ab dem 21. Mai wird nun aktiv nach dieser Bombe gesucht. Alle betroffenen Anwohner wurden über die Stadt per Schreiben informiert. Es gibt zwei verschiedene Schreiben: ein Schreiben, das die Personen erhalten, die im Falle einer Bombe evakuiert werden und ein Schreiben, das Anwohner erhalten, die in einer Sicherheitszone leben. Diese Sicherheitszone besagt, dass sich die betroffenen Bürger nach dem Alarm, der über die Sirenen und über die Lokalen Radiosender verbreitet wird, unverzüglich in ihre Häuser begeben und dort für die Zeit der Entschärfung bleiben müssen. Diese Zeit kann bis zu einem Tag dauern.

Diese Schreiben wurden auch an Firmen verschickt, was zur Folge hatte, dass sich natürlich die Betriebe überlegen mussten, was man mit den Mitarbeitern machen muss; man kann nur sehr schwer Mitarbeiter über einen Tag versorgen, bzw. Schlafgelegenheiten anbieten. Wie sich aber erst nach mehrfachen Gesprächen herausstellte, ist nur ein kleiner Prozentsatz der Firma von diesem Sicherheitsbereich betroffen, so dass sich die Situation entspannt hat. Das hätte die Stadt sicherlich besser

planen können, als generelle Schreiben zu verschicken. Was aber für Situationen entstehen, sieht man daran, dass auch Haustiere evakuiert werden können, was bei manchen zu echten Problemen führt. Wer mehr als nur eine Katze oder einen Hund hat, hat da ein Problem. Auch wenn die Stadt dort nicht helfen kann, ist doch hier Solidarität gefragt. Wenn auch manche Sachen einfach nur banal klingen, aber natürlich sind dem Imker seine Bienen und dem Taubenzüchter seine Tauben wichtig. Aber im Ernst, kann und soll hier die Stadt aktiv Tiere umtransportieren ? Eine  Bombe im Vorgarten zu haben, ist sicherlich nicht schön und dass viele Menschen nicht mehr so ruhig schlafen können, kann ich durchaus verstehen, aber wir müssen doch die Kirche im Dorf lassen. Vorwürfe gegen die Stadt Tönisvorst, man hätte die Bürger zu früh oder zu spät informiert, man verrate den genauen Standort nicht, habe einen Stuttgart21 Charakter und bringe keinen weiter. Wenn die Stadt gesagt hätte, hier liegt die Bombe und plötzlich würden sich Schaulustige dort versammeln, kann ich mir die Vorwürfe über die Bekanntgabe gut vorstellen. Bleibt nur zu hoffen, dass alles gut ausgeht und Keiner zu Schaden kommt.

Aktuelle Informationen von der Stadt Tönisvorst zur Sondierung Blindgänger

Twitter Dienst der Stadt Tönisvorst

Lokaler Radiosender Welle Niederrhein


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