kinderserverMeine Tochter hat die Tage mein altes Netbook bekommen, natürlich mit einem Lubuntu Betriebssystem. Ein kurzes Wort zu Lubuntu, es ist eine Ubuntu-Tochter, die speziell für leistungsschwache Netbooks konzipiert wurde. Die Installation und Einrichtung habe ich in einem anderen Bericht schon beschrieben, machten aber keine Probleme.

Nach der Installation und den ersten Schritten meiner Tochter im weltweiten Netz kam mir der Gedanke, wie kann ich meine Tochter vor Inhalten schützen, die nicht für sie geeignet sind.

Ich kam nach recht kurzer Suche auf die Seite:

http://www.kinderserver-info.de/

Hier werden alle Anfragen über die Seiten Blinde Kuh {de}, fragFinn {de} und Seitenstark {de} geleitet und dadurch auf kindergerechte Inhalte kontrolliert.

Umschalten auf sicher Surfen!

Der KinderServer bietet Sicherheit für Kinder im Netz. Das Besondere: Mit einem Klick werden Computer und mobile internetfähige Geräte schnell und leicht in einen kindgerechten, sicheren Surfmodus geschaltet.

  • Riesiger Surfraum: geprüfte Kinderseiten und für Kinder unbedenkliche Erwachsenenseiten von fragFINN und Blinde Kuh inklusive aller Seitenstark-Seiten sowie gekennzeichnete Webseiten bis 12 Jahre
  • Einfache Installation für die meisten Computer, Handys und Tablets
  • Passwortgeschütztes Umschalten von Kinder- zu Erwachsenenmodus
  • Freigabe zusätzlicher Webseiten durch die Eltern möglich
  • Kostenlos für Eltern, Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen

Die Kinderserver gibt es als Addon für Firefox und Chrome, sicherlich ist diese Methode für ältere Kinder kein effektiver Schutz, aber für Kinder, die ihre ersten Schritte im Netz machen, sicherlich durchaus sinnvoll.

Chromium/Google Chrome

Die Erweiterung für Chromium/Google Chrome ist im Webstore {de} {dl} erhältlich. Nachdem das Addon installiert wurde, findet man in der Navigationsleiste ein kleines Symbol ./kinderserver_inaktiv.png. Über einen linke Maustaste Linksklick auf dieses gelangt man zum Einstellungsdialog. Im Reiter „Starten“ klickt man auf den blau hervorgehoben Link „hier“ innerhalb des Textes und gelangt so zu chrome://extensions/. Hier setzt man das Häkchen beim Punkt „Im Inkognito-Modus zulassen“. Die Erweiterung kann nun konfiguriert und aktiviert werden.

Firefox

Die Firefox-Erweiterung kann über das Add-on Verzeichnis {de} {dl} von Mozilla.org installiert werden. Nach der Installation des Addons ist der KinderServer abgeschaltet und muss zuerst noch aktiviert werden. Nach dem Start nistet sich ein ein kleines Symbol ./kinderserver_inaktiv.png in der Navigations-Symbolleiste ein. Über einen linke Maustaste Linksklick können die gewünschten Einstellungen vorgenommen werden.

Einstellungen

Konfiguration
Verfügbare Optionen Bedeutung
„Einschalten“ / „Ausschalten“ KinderServer (de)aktivieren. Es kann ein Passwort zur (Ent)Sperrung angegeben werden.
„Webseiten freigeben“ In diese Liste können Internetseiten eingetragen werden, welche von KinderServer nicht freigeschaltet worden sind, um dem Kind den Zugang trotzdem zu gewähren. Maximal 46 Einträge sind möglich.
„Verlauf“ Anzeige der letzten 5 Aktionen von KinderServer.
„Erweitert“ Liste der zusätzlich verwendbaren Proxys, welche z.B. beruflich benötigt werden. Der Zugriff ist nur im Erwachsenenmodus möglich. Der KinderServer ist im Kindermodus immer eingeschaltet.

Ein aktivierter KinderServer ist am grünen Fahrradhelm ./kinderserver_aktiv.png zu erkennen.

Den Kinderserver gibt es auch für Smartphones.

Bei den Softwarelösungen ist es Eltern jeweils möglich, Webseiten auch selbst freizugeben. Zudem lässt sich der Kinderserver-Proxy passwortgeschützt aktivieren und deaktivieren.

Ob die eigene Website freigegeben ist oder nicht, lässt sich etwa mit dem URL-Check von FragFinn überprüfen.

Natürlich ist das ganze kein optimaler Schutz und ich würde zusätzlich noch das Adoon AdBlock installieren, um unnötige Werbung zu blocken. Das ganze ist als einfacher Schutz gedacht; wenn nun meine Tochter in der Lage ist, einen eigenen Browser zu downloaden und aus der Binär unter Linux zu installieren, und das ohne root-Rechte, dann bin ich erstens unglaublich stolz auf sie und ich glaube, dann brauchen wir diesen Schutz nicht mehr.

 

 

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