DNS Umgehen

Seid dem , 17. April 2009 werden sich einige große Internetprovider freiwillig dazu bereit erklären, das Internet in Teilen nicht mehr zugänglich zu machen. Am Anfang geht es um das öffentlichkeitswirksame Thema Kinderpornografie und doch bin ich mir sicher, dass diese Zensur nicht nur bei dem Thema Halt machen wird. Solch eine Internetsperre wird Begehrlichkeiten wecken und dafür sorgen, dass künftig auch andere Inhalte gesperrt werden. Auch wenn die Politiker uns heute etwas vollkommen anderes erzählen. Ehrliche Menschen findet man in dieser Kaste leider kaum noch.
Und doch gibt es Möglichkeiten, diese Zensur und Internetsperre zu umgehen. Und zwar kann man das teilweise mit Proxy und DNS tun. Die Leute, die davon abgehalten werden, Kinderpornografie aufzurufen, sind eher der Otto-Normalverbraucher, der sich versehentlich oder in einem Ausnahmefall irgendwie auf eine solche Seite verirrt. Der wirkliche Fan von Kinderpornografie wird sich davon nicht abhalten lassen. Vor allen Dingen deswegen nicht, weil diese Sperre nur bedingt wirksam ist. Denn man kann andere Proxys und andere DNS-Server verwenden. Man ist nicht gezwungen, den seines Providers zu verwenden. Es gibt auf der Welt Tausende von offen zugänglichen Servern wie beispielsweise OpenDNS. Eine Liste dieser freien DNS-Server gibt es unter anderem beim Chaos Computer Club.
Fakt ist: Die Zensur mit der Internetsperre lässt sich leicht umgehen. Wer sich mit einem Proxy oder alternativen DNS-Clients befasst, wird sehr schnell fündig werden.
Liste frei verwendbarer DNS-Server
Die folgenden Nameserver können als Ersatz der Provider-eigenen Nameserver verwendet werden (zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Liste, keine Garantie wie lange sie frei verfügbar sind)

  • 85.214.73.63 (anonymisierungsdienst.foebud.org)
    204.152.184.76 (f.6to4-servers.net, ISC, USA)
    2001:4f8:0:2::14 (f.6to4-servers.net, IPv6, ISC)
    194.150.168.168 (dns.as250.net; anycast DNS!)
    213.73.91.35 (dnscache.berlin.ccc.de)
    80.237.196.2
    194.95.202.198

Eine  weitere Liste wird vom OpenNIC Project – einer Organisation zum Aufbau eines von der ICANN alternativen DNS root Systems – betrieben.

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